Preisindikation
Alex Gadeberg zum Jahresrückblick ...

eMagazin: 2009 war ein schwieriges Jahr. Aber nun ist es zu Ende. Sind Sie froh?

Alex Gadeberg: Das vergangene Jahr war in der Tat sehr turbulent. Die Kurse am Zweitmarkt sind in allen Segmenten zurückgegangen. Aber das hatten wir erwartet. Ebenso den Rückgang des Handelsvolumens. Trotzdem sind wir mit dem Umsatz zufrieden. Wir konnten Beteiligungen im Wert von rund 84 Millionen Euro vermitteln. Das Erfreuliche: Mehr als die Hälfte der gehandelten Fonds waren Schiffsfonds.

eMagazin: Gerade die Schiffsbranche wurde jedoch von der Wirtschafts- und Finanzkrise schwer getroffen. Was haben Verkäufer von Schiffsfonds in den vergangenen Monaten für ihre Anteile am Zweitmarkt bekommen?

Alex Gadeberg: Das war je nach Fonds ganz unterschiedlich. Insgesamt aber müssen wir sagen, dass die Kurse bei Schiffsfonds durchweg gesunken sind. In 2008 lag der Durchschnittskurs noch bei knapp 100 Prozent, in 2009 bei knapp 70 Prozent.

eMagazin: Wie haben Anleger auf diesen Rückgang reagiert?

Alex Gadeberg: Ganz unterschiedlich. Viele kamen schon mit der Erwartung zu uns, dass sie beim Verkauf ihres Anteils Preisabschläge in Kauf nehmen müssen. Andere wiederum waren schockiert über den angebotenen Preis. Diesen bestimmen jedoch nicht wir, sondern die Käufer. Und die orientieren sich an den Ereignissen im Markt.

eMagazin: Was erwarten Sie in den ersten Monaten des neuen Jahres?

Alex Gadeberg: Es bleibt schwierig. Aber wir können das neue Jahr mit Verkaufsaufträgen im Wert von rund 33 Millionen Euro starten, die wir unseren Käufern anbieten können. Das ist doch ein guter Start.

eMagazin: Was können Sie Anlegern für 2010 mit auf den Weg geben?

Alex Gadeberg: Es ist heute schwieriger denn je, einen "guten" Rat zu geben. Jeder Anleger, der zu uns kommt, bringt eine eigene Geschichte mit. Und eine Empfehlung können wir als Makler sowieso nicht geben. Aber auch in diesem Jahr sind Geduld und gute Nerven gefragt.


Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG zieht Bilanz für 2009
Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, Hamburg, beendet dasJahr 2009 im Zweitmarkt für geschlossene Fonds mit einem Handelsumsatz von rund 84 Millionen Euro und erhöht ihren Marktanteil im Zweitmarkthandel.

Am Zweitmarkt der Fondsbörse Deutschland wurden im Jahr 2009 geschlossene Fonds im Wert von rund 84 Millionen Euro gehandelt. Damit konnte die von den Börsen Hamburg, Hannover und München betriebene Handelsplattform das Vorjahresniveau erwartungsgemäß nicht halten, was besonders auf das schwierige Marktumfeld zurückzuführen ist. Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, ist dennoch zufrieden: "Natürlich ist ein Rückgang im Handelsvolumen nicht erfreulich. Allerdings haben wir unseren Marktanteil im gesamten Zweitmarkt weiter ausgebaut und das bestätigt das Konzept unserer Handelsplattform." So konnte die Fondsbörse ihren Marktanteil – gemessen an den veröffentlichten Zahlen am gesamten Zweitmarkt– vor allem im Segment der Schiffsbeteiligungen signifikant steigern. "Diese Steigerung spiegelt den Erfolg unserer Kooperationen wieder – im Bereich der Schiffsbeteiligungen besonders die Zusammenarbeit mit unserem Partner MCE Schiffskapital AG", so Gadeberg.

Anders als in den Jahren zuvor bildeten Schiffsbeteiligungen in 2009 den größten Anteil des Umsatzes am Zweitmarkt der Fondsbörse Deutschland. Mit rund 40 Millionen machten sie 48 Prozent des gesamten Handelsvolumens aus und lagen damit knapp vor Immobilienfonds mit rund 45 Prozent (38 Millionen Euro). Im Vorjahr lag die Umsatzverteilung bei 81,6 Prozent (rund 88 Millionen) für Immobilien und 16,4 Prozent (17,7 Millionen) für Schiffsbeteiligungen. Sonstige Fonds machten einen Sprung von rund 2 Millionen Euro in 2008 auf 5,5 Millionen Euro in 2009. "Erfreulich ist, dass wir zum Jahresende noch Verkaufsaufträge in Höhe von mehr als 33 Millionen Euro nominal vorliegen haben, die wir unseren Käufern zu Jahresbeginn anbieten können. Dies läst uns sehr positiv ins neue Jahr blicken", sagt Gadeberg.

Durchschnittskurse: Durchwachsen!
Wie erwartet, waren die Durchschnittskurse in allen Segmenten rückläufig, besonders jedoch im Bereich der Schiffsbeteiligungen: So lag der Durchschnittskurs in diesem Segment in 2008 noch bei knapp 96 Prozent, in 2009 bei rund 68 Prozent. "Die Schwierigkeiten auf den Schiffsmärkten gehen natürlich auch am Zweitmarkt nicht spurlos vorbei. Die Kurse sind zum Teil um mehr als die Hälfte eingebrochen", so Gadeberg. Den höchsten Handelskurs erzielte ein Anteil am HCI MS Arnold Schulte, der zu 110 Prozent der Nominalsumme gehandelt wurde.

Im Bereich der Immobilien gingen die Durchschnittskurse von 72 Prozent in 2008 auf 49 Prozent in 2009 zurück. Die Bandbreite der Kurse war in diesem Segment jedoch besonders groß. So gab es Fonds, für die Verkäufer nur noch 1 Prozent der einst angelegten Nominalsumme erhielten. Aber es wurden auch zahlreiche Fonds zu mehr als 100 Prozent der Nominalbeteiligung gehandelt: Besonders beliebt waren wie auch in den vorherigen Jahren Einkaufszentren. Und es gab einen Ausnahmefall: „Für den Handel am Zweitmarkt ist ein GbR-Fonds stets eine Herausforderung, da hier besondere Haftungsregelungen gelten. Eine GbR über 100 Prozent der Nominalsumme zu handeln, ist eine absolute Ausnahme, die uns im vergangenen Jahr erstmals geglückt ist“, so Gadeberg. So konnte ein Anteil am WestFonds SüdImmobilien BAKOLA GF 4 U GbR zu 102 Prozent der Nominalsumme vermittelt werden. Der Fonds ist ein reiner Eigenkapitalfonds, der seinen Anlegern in den vergangenen Jahren Ausschüttungen bis zu 9 Prozent beschert hat.

Neue Kooperationen stärken den Zweitmarkt
Bereits in 2008 konnte die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG wichtige Kooperationen schließen. Und auch in 2009 kamen etwa 80 neue Vertriebspartner hinzu, davon allein 45 Sparkassen, die den Zweitmarkt für geschlossene Fonds weiter fördern. "Als Hamburger Unternehmen mit Niederlassung in München freuen wir uns besonders, dass wir die Hamburger Sparkasse sowie die Münchner Stadtsparkasse als neue Partner gewinnen konnten", betont Gadeberg. "Aus den Reihen der Emissionshäuser haben wir unter anderem die Deutsche Fondsholding als neuen Kooperationspartner gewinnen können, der seinen Zweitmarkt komplett über uns abwickelt. Wir freuen uns auf weitere Kooperationen in 2010."

Über Zweitmarkt.de:
Unter der Dachmarke Zweitmarkt.de betreut die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG seit 10 Jahren als Pionier und Marktführer den Handel mit geschlossenen Fonds an der Fondsbörse Deutschland. Die initiatoren-unabhängige Handelsplattform wird von den Börsen Hamburg-Hannover-München betrieben. Anleger können über die Fondsbörse Deutschland Anteile von rund 4.000 geschlossenen Fonds (Immobilien-, Schiffs-, Lebensversicherungs-, Private Equity- und andere Spezialfonds) handeln. Der Handel vollzieht sich bei Zweitmarkt.de an der Fondsbörse Deutschland transparent auf Basis einer strengen Marktordnung und unter börsenseitiger Handelsüberwachung. Weitere Informationen im Internet unter
www.Zweitmarkt.de


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Im börsen info point ist regelmäßig Börsentag – mitten in Hamburg. Das Kundencenter der Börsen Hamburg-Hannover ist ein Ort, an dem die Faszination der Kapitalmärkte zum Greifen nah ist und an dem regelmäßig interessante Vorträge und Fachgespräche angeboten werden. Die Vorträge dauern jeweils eine halbe Stunde, im Anschluss daran sind Fachgespräche vorgesehen. Die Teilnahme ist kostenlos. Schauen Sie doch mal vorbei!
AKTIONEN UND VORTRÄGE
Jeden Freitag um 12.00 Uhr finden im
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rund um aktuelle Finanzmarktthemen statt.

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Index für Schiffsinvestitionen
Titelstory Die Börse Hamburg veröffentlicht den SFI TKL.SHIP FUND INDEX aus dem Hause TKL.Fonds Gesellschaft für Fondsconception und -analyse GmbH. Mit seiner konsistenten Methodik trägt der Index maßgeblich dazu bei, die Schiffsinvestitionen für Investoren deutlich transparenter zu gestalten. Der direkte Vergleich von Investitionen in geschlossene Schiffsfonds, offene Schiffsfonds und Schifffahrt-AG´s mit klassischen Anlageformen wie Aktien und Anleihen wird damit möglich.

Auch für die Fondsbörse Deutschland bedeutet der SFI TKL.SHIP FUND INDEX vor allem eins: Mehr Transparenz. Anleger in Schiffsbeteiligungen haben ab sofort die Möglichkeit, die Entwicklung ihrer Fonds mit der Indexentwicklung zu vergleichen und damit einen besseren Überblick zu erhalten.

Zum SFI TKL.SHIP FUND INDEX


Gesetz zur ergänzung der bekämpfung der geldwäsche
Seit 21. August 2008 ist das Gesetz zur Ergänzung der Bekämpfung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung in Kraft. Damit wird das Gesetz zur Bekämpfung von Geldwäsche dahingehend geändert, dass es auch Beteiligungen an geschlossenen Fonds beeinflusst.

Möchte ein Anleger einen Anteil am Zweitmarkt für geschlossene Fonds kaufen, wird er künftig einige zusätzliche Angaben, zum Beispiel zum Geburtsort und der Staatsangehörigkeit, machen müssen. Hierzu legt er seinem Kaufauftrag eine ausgefüllte Kopie des Formulars zur „Identifizierung von Anlegern“ des Fonds bei. So gibt er zum Einen eine Erklärung zur wirtschaftlichen Berechtigung ab. Zum Anderen muss sich der Käufer in Zukunft ausweisen. Dies kann er per Postident-Verfahren machen oder aber mit einer öffentlich beglaubigten Kopie des amtlichen Ausweises.

Gesetz zur ergänzung der Bekämpfung der Geldwäsche

zweitmarkt mediathek - mit alex gadeberg
In unserer Mediathek finden Sie aktuelle Interviews mit Alex Gadeberg, Vorstand Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG. Erfahren Sie mehr über Geschlossene Fonds und die Vorteile des Handels von Beteiligungen auf der Handelsplattform Zweitmarkt.de

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fakten und zahlen aktuell
Unter http://zahlen.zweitmarkt.de liefert Zweitmarkt.de informative Zahlen und Fakten rund um den Handel mit geschlossenen Fonds und ist damit der erste professionelle Anbieter, der diesen Service bietet.

Die Daten werden monatlich von dem eigenen Analyseteam aktualisiert und liegen auch als Printversion zum Download bereit. Zahlen und Fakten finden Sie unter http://zahlen.zweitmarkt.de.

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