| Nicolai Bendak, Deutsche Fonds Holding AG |
| Nicolai Bendak ist seit 2007 als Leiter Eigenkapitalplatzierung verantwortlich für den Vertrieb und sprach mit dem eMagazin über die Kooperation mit der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG im Zweitmarkt.
eMagazin: Sie wickeln seit Ende 2009 Ihren gesamten Zweitmarkt über die Fondsbörse Deutschland ab. Was hat sie zu dieser Kooperation bewogen? |
| Alex Gadeberg am 27.09.2009 |
Und wer sich heute mit dem Thema geschlossene Fonds befasst, kommt um den Zweitmarkt nicht mehr herum.Des Weiteren gewinnt die "after-sales"- Betreuung auf dieser Produktschiene zunehmend an Bedeutung. Die Berater sollen Ihre Kunden aktuell über den Wert der Fonds informieren können und bei Bedarf eine neutrale Exit -Quelle aufgeben können. Aus diesem Grund kooperieren immer mehr Banken mit uns, vor allem weil wir eine transparente Gebührenstruktur gewährleisten. e-Magazin: Vor knapp zwei Jahren gab es vier große Handelsplattformen am Zweitmarkt für geschlossenen Fonds, zahlreiche kleinere Akteure und emissionshausinterne Zweitmarktlösungen. Heute ist die Zahl der aktiven Zweitmarktanbieter überschaubarer geworden. Konsolidiert der Zweitmarkt als Folge der Krise? Alex Gadeberg: In der Tat ist unser Marktanteil im laufenden Jahr signifikant gestiegen. In den ersten drei Quartalen lag dieser gemessen an den veröffentlichten Gesamtmarktumsätzen bei rund 70 Prozent im Bereich der Immobilien und 52 Prozent im Bereich der Schiffsfonds. Es hat sich gezeigt, dass Käufer und Verkäufer zunehmend größten Wert auf Transparenz und Neutralität legen und damit unser Geschäftsmodell bestätigen. Gerade den Verkäufern ist wichtig, dass sie für ihre Beteiligung einen marktgerechten Preis erhalten und nicht empfindliche Risikoabschläge hinnehmen müssen. Darüber hinaus kommen zunehmend die bestehenden Kooperationsvereinbarungen mit unseren Partnern und die enge Zusammenarbeit mit den Emissionshäusern zum Tragen. Wir gehen davon aus, dass wir unsere Marktposition im Zweitmarkt weiter behaupten werden. |
| ALEX GADEBERG UND BERT E. KÖNIG am 07.12.2008 |
| Alex Gadeberg und Bert E. König, Vorstand der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, wagen den Blick in das Jahr 2009. Es ist in diesen Tagen schwierig, eine Prognose für das bevorstehende Jahr abzugeben. Aber wir sehen eine gute Chance, dass sich der Zweitmarkt für geschlossene Fonds auch im Laufe des kommenden Jahres gut behaupten wird. Wir glauben ferner, dass sich aus der Krise heraus gute Entwicklungsmöglichkeiten für den Zweitmarkt ergeben. Viele Käufer werden die Möglichkeit entdecken, über den Zweitmarkt für geschlossenen Fonds gute Fonds zu guten Preisen zu erwerben und werden diese unserer Meinung nach nutzen. Durch unsere zahlreichen geschlossenen Kooperationen mit unter anderem vier Landesbanken, zwei Großbanken und mehreren Privatbanken sind wir sehr zuversichtlich, dass auch 2009 für uns ein interessantes Handelsjahr wird. Wir rechnen mit einem ähnlichen Handelsumsatz wie im Jahr 2008, aber mit niedrigeren Kursen. |
| Dr. Thomas Ledermann vom 06.11.2008 |
| eMagazin spricht mit Dr. Thomas Ledermann, Mitglied des Vorstandes der BÖAG Börsen AG, über die neue Zusammenarbeit der Fondsbörse Deutschland mit der Börse München. eMagazin: Seit fast 10 Jahren betreibt die Börsen AG Hamburg-Hannover die Handelsplattform für geschlossene Fonds, die Fondsbörse Deutschland. Seit dem 3. November 2008 ist nun die Börse München hinzugekommen. Was erwarten Sie von dieser Zusammenarbeit? |
| dr. christine bortenlänger vom 06.11.2008 |
| eMagazin spricht mit Dr. Christine Bortenlänger, Mitglied der Geschäftsführung der Börse München, über die neue Zusammenarbeit der Börse München mit der Fondsbörse Deutschland. eMagazin: Seit dem 3. November 2008 beteiligt sich die Börse München an der Handelsplattform für geschlossene Fonds - Fondsbörse Deutschland. Was hat die Börse München zu diesem Schritt bewogen? Dr. Bortenlänger: An der Börse München werden seit 2005 Publikumsfonds, auch offene Fonds genannt, gehandelt. Bei der Suche nach einer Ergänzung des Angebots der Börse lag es nahe, sich mit dem Handel geschlossener Fonds zu beschäftigen. Natürlich richtet sich der Blick zunächst auf den Marktführer - die Fondsbörse Deutschland. Das Geschäftsmodell und die technische Ausstattung überzeugten uns. Selbstverständlich muss auch die „Chemie“ zwischen den Partnern stimmen. Nun sind die Geschäftsführer der Börsen Hamburg und Hannover keine Unbekannten für uns, man trifft sich, man spricht miteinander und man hat gemeinsame Vorstellungen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit in der Nord-Süd-Kooperation. eMagazin: Was erwarten Sie von dieser Zusammenarbeit? Dr. Bortenlänger: Wir arbeiten zusammen, um die vorhandene Marktführerschaft auszubauen und den Marktanteil des Zweitmarkthandels über die Fondsbörse Deutschland zu vergrößern. Des Weiteren verstärken wir die Marktpräsenz im Süden durch eine Geschäftsstelle in München; dadurch wird das Geschäft ausgedehnt werden. eMagazin: Ihre Philosophie lautet: Zeichen setzen – für den Anleger! Welche Zeichen setzen Sie mit Ihrem Engagement am Zweitmarkt für geschlossene Fonds? Dr. Bortenlänger: Unser Ziel ist es, stetig das Ohr am Markt zu haben und innovativ zu sein – im Sinne des Anlegers. Angesichts der Kapitalmarktturbulenzen interessieren sich Privatanleger und institutionellen Anleger verstärkt für den Handel neuer Produkte. Durch die Kooperation bieten wir den Kunden der Börse München nun börslich überwachten Handel in geschlossenen Fonds. |
| claus wehr und Sebastian Scherkl vom 10.10.2008 |
| eMagazin spricht mit Sebastian Scherkl, Leiter der Analyse, und Claus Wehr, Leiter des Handels der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, über die aktuelle Situation am Zweitmarkt für geschlossene Fonds, die kommende Abgeltungssteuer und Chancen für Käufer. eMagazin: Die Finanzkrise verschärft sich von Tag zu Tag. Wie wirkt sich die Krise auf den Zweitmarkt für geschlossene Fonds aus? |
| Sebastian Scherkl vom 08.09.2008 |
| eMagazin sprach mit Sebastian Scherkl, Leiter der Analyseabteilung der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, über die Entwicklungen am Zweitmarkt, die Skepsis mancher Anleger und was diese beim Handel mit geschlossenen Fonds beachten sollten. eMagazin: Die Umsätze steigen, die Zahl der handelnden Anleger auch. Es hat den Anschein, als wäre der Zweitmarkt endlich den Kinderschuhen entstiegen. Doch das Image eines „Grauen Kapitalmarkts“ hat er noch nicht vollständig verloren. Wie kommt dies? |
| Thomas Böcher vom 23.05.2008 |
| „SCHIFFSBETEILIGUNGEN WERDEN IN ZUKUNFT NOCH AN BEDEUTUNG GEWINNEN“ Thomas Böcher, ehemaliger Geschäftsführer der Norddeutschen Vermögensanlage, im Gespräch mit dem eMagazin eMagazin: Herr Böcher, wie stehen Sie grundsätzlich zu Kaufoptionen des Charterers? Thomas Böcher: Grundsätzlich sind wir gegen Kaufoptionen auf Seiten des Charterers. Es gibt jedoch Situationen und Geschäfte, bei denen es sich trotzdem rechnen kann, wenn eine Kaufoption zugebilligt wurde. eMagazin: Bei Ihren Schiffsbeteiligungen MS Northern Decency und MS Northern Delicacy hat der Charterer – nach Ablauf des Chartervertrages über acht Jahre – jeweils eine Kaufoption auf das Schiff in Höhe von 40 Millionen US-Dollar. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Charterer die Kaufoptionen ziehen wird, und welche Kriterien sind für Sie ausschlaggebend, wenn Sie Ihren Charterern Kaufoptionen einräumen? Thomas Böcher: Das ist richtig. Wir hatten seinerzeit zwei charterfreie Schiffe und standen vor der Entscheidung, die Schiffe am Markt zu verkaufen oder weiter zu verchartern. Die vorliegenden Kaufangebote wurden verglichen und durchgerechnet und wir kamen zu dem Ergebnis, dass es für die Anleger ertragreicher ist, wenn wir die Schiffe noch einmal längerfristig verchartern und dann durch die Kaufoption abgeben, als der sofortige Verkauf. Die Chance, dass der Charterer die Kaufoption zieht, ist bei nahe 100 Prozent, denn der vor zwei Jahren vereinbarte Kaufoptionspreis ist, gemessen an heutigen Preisen, als günstig anzusehen, obwohl die chiffe dann 11 Jahre alt sein werden. Wir haben seinerzeit dem Charterer die Kaufoption zugebilligt, da der Charterbetrag über 8 Jahre und die Kaufoption zu 40 Millionen US-Dollar ein vernünftiges Äquivalent waren gegenüber einem Verkauf zum damaligen Zeitpunkt. eMagazin: Was bedeutet eine Kaufoption für den Wert einer Schiffsbeteiligung am Zweitmarkt? Thomas Böcher: Grundsätzlich, denke ich, beschränkt eine Kaufoption den Wert einer Beteiligung ganz erheblich. Denn im Zweifel muss man davon ausgehen, dass der Charterer die Kaufoption zieht. Zumindest, wenn der Markt positiv verläuft. Verläuft er negativ, dann wird die Option verfallen. Man kann positive Marktsituationen nicht nutzen, nimmt aber an negativen Märkten voll teil. Das macht nur Sinn, wenn der Anleger ein Äquivalent für die Gewährung einer Option erhält. Auch bei der Preisfindung im Zweitmarkt kann man für die Berechnung des Cashflows konsequenterweise nur die Zeit bis zum Ausübungszeitpunkt der Option kalkulieren. eMagazin: Was empfehlen Sie Anlegern, die am Zweitmarkt eine Schiffsbeteiligung kaufen oder verkaufen möchten? Thomas Böcher: Unser Treuhänder hat zusammen mit der Norddeutsche Vermögen-Gruppe bereits 2004 einen Online-Handelsplatz für unsere Beteiligungen geschaffen. Der Vorteil des Bietverfahrens ist, dass der Höchstbietende am Ende der Bietfrist den Zuschlag erhält. Wir empfehlen deshalb unseren Kunden im Fall des Verkaufs ihres Anteils, unsere Handelsplattform oder die eines renommierten externen Plattformbetreibers wie zum Beispiel Zweitmarkt.de zu nutzen. Bei einem externen Zweitmarkt ist die Qualität des Anbieters im Hinblick auf Informationstransparenz und Einschätzung der Handelskurse von großer Bedeutung. Dazu gehört eindeutig Zweitmarkt.de: Zweitmarkt.de ist von den Börsen Hamburg-Hannover initiiert und überwacht, und bietet damit einen neutralen Handelsplatz. Die Bewertung geschlossener Fonds, deren Ergebnisse Zweitmarkt.de unseres Wissens in Form von unverbindlichen Preisindikationen veröffentlicht, erscheint uns professionell. Wie wir anhand verschiedener Beispielrechnungen nachvollziehen konnten, liegen die Analysen und Preisindikationen von Zweitmarkt.de in ihrem Ergebnis nah an unserem eigenen Benchmarking. Darüber hinaus empfehlen wir Anlegern, sich nicht durch Schreiben von Profikäufern irritieren zu lassen, die zum Verkauf der Beteiligung auffordern. Wir raten unseren Anlegern, sich in einem solchen Fall und grundsätzlich vor jedem erwogenen Verkauf ihrer Anteile mit dem eigenen Vermittler, dem Treuhänder oder auch mit Zweitmarkt.de in Verbindung zu setzen, zumindest aber mit uns, um den tatsächlichen und fairen Wert der Beteiligung zu erfahren. eMagazin: Herr Böcher, wie beurteilen Sie Vorkaufsrechte des Initiators? Thomas Böcher: Den Verkauf von Schiffsfonds-Anteilen einzuschränken hat durchaus eine individuelle Berechtigung. Die Beteiligungsgesellschaft besitzt eine Verantwortung für alle Anteilseigener der Gesellschaft, deren Interessen durch eine Anteilsübertragung nicht gefährdet werden dürfen. So sind zum Beispiel Handelsbeschränkungen sinnvoll, um die Dominanz eines einzelnen Investors über die gesamte Gesellschaft zu verhindern, welche zum Beispiel zur vorzeitigen Auflösung des Fonds gegen den Willen der anderen Anleger führen könnte. Sie können Anleger auch vor Übervorteilung schützen, denn um angemessene Zweitmarkt-Preise für einzelne Anteile stellen zu können, setzen Emissionshäuser, institutionelle Käufer und professionelle Vermittler aufwändige Berechnungsverfahren ein. Für private Anteilseigner ist dies kaum möglich. Die Norddeutsche Vermögen hat sich dennoch bewusst gegen Handelsbeschränkungen entschieden. Denn Handelsbeschränkungen können möglicherweise die Kurse am Zweitmarkt drücken, da ein Ausschließen möglicher Käufer die Anzahl möglicher Gebote auf Dauer beschränkt. Werden zudem regelmäßig Vorkaufsrechte wahrgenommen, könnte langfristig die Zahl der Gebote sinken, da kein Käufer permanent aufwändige Bewertungen erstellen möchte, um im Nachhinein doch keine Kaufmöglichkeit zu erhalten. Die freie und uneingeschränkte Handelbarkeit hingegen trägt zur Attraktivität unserer Fonds und der ganzen Anlageklasse Schiffsfonds bei. eMagazin: Welche Möglichkeiten haben Anleger, um eine richtige Investitionsentscheidung zu treffen? Thomas Böcher: Zunächst einmal ist es wichtig, dass Anleger ein seriöses und bewährtes Emissionshaus wählen, wenn sie eine Beteiligung erwerben – dies gilt sowohl für den Erst- als auch den Zweitmarkt. Von großer Bedeutung ist die solide Kalkulation des Fonds und eine positive Leistungsbilanz des Initiators bzw. des Managements. Konvergenz und Transparenz sind weitere Kriterien und deshalb veröffentlichen wir seit Jahren zum Beispiel eine umfassende Leistungsbilanz aller Fonds. Handelsbeschränkungen sind, wie gesagt, für uns kein Thema: So finden Sie in den Beteiligungen der Norddeutschen Vermögen keine Vorkaufsrechte verankert. Für alle unsere Schiffsbeteiligungen setzen wir einen unabhängigen Treuhänder ein. Bei ihm laufen alle Informationen zusammen. Insofern ist er der erste Ansprechpartner für Anleger, die sich über den neuesten Stand ihrer Beteiligung informieren wollen. Der Treuhänder schreibt unsere Anleger regelmäßig an und berichtet über aktuelle Entwicklungen und Planungen. Die Informationsqualität wird es dem Anleger erleichtern, die richtigen Entscheidungen im Hinblick auf sein Investment zu treffen. eMagazin: Herr Böcher, wie schätzen Sie die zukünftige Entwicklung des Marktes für Schiffsbeteiligungen ein? Thomas Böcher: Schiffsbeteiligungen werden in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen. Da bei Schiffsfonds außer der geringen Tonnagesteuer keine weiteren steuerlichen Belastungen auf die Anleger zukommen, ist eine weitgehend entschuldete Schiffsbeteiligung insbesondere auch für Personen kurz vor der Pension ein ideales Investment, denn es ist davon auszugehen, dass in 10 Jahren auch die Pensionen und alle weiteren Einahmen voll besteuert werden. Zugleich werden Schiffe vor dem Hintergrund der Globalisierung, der Anforderungen an die Logistik und der extrem günstigen Produktionskosten in Drittländern weiterhin eine tragende Rolle für den Welthandel haben: Der hohe Transportbedarf über See wird auch zukünftig bestehen bleiben. Da Schiffe in der Regel nach 25 Jahren ausgetauscht werden müssen, ist für absehbare Zeit am Schifffahrtsmarkt nicht mit einem Rückgang zu rechnen. eMagazin: Herr Böcher, wir danken Ihnen für das Gespräch. |
Nicolai Bendak,
Alex Gadeberg,
Bert E. König und Alex Gadeberg,
Dr. Thomas Ledermann,
Dr. Christine Bortenlänger,
Claus Wehr,
Sebastian Scherkl,
Sebastian Scherkl,
Thomas Böcher,